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Gallensäurentest – Diagnostische Verwendung
Die Leber spielt eine wichtige Rolle bei hunderten von verschiedenen Stoffwechselaktivitäten mit unzähligen physiologischen Folgen, einschließlich Plasmaproteinsynthese, Kohlenhydratabbau und –speicherung, Fettsynthese, -abbau und –speicherung, Entgiftung und Ausscheidung zahlreicher giftiger Stoffe sowie Bildung und Ausscheidung von Galle.
Aufgrund der weiten Verbreitung von Lebererkrankungen ist die sofortige Beurteilung der Leberfunktion ein äußerst wertvolles Hilfsmittel für einen Tierarzt, da zahlreiche Lebererkrankungen bei früher Diagnose behandelbar sind.
Eine gründliche und methodische Vorgehensweise ist bei der Leberüberprüfung erforderlich und sollte folgende Punkte umfassen:
Anamnese
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Alter und Rasse des Tieres
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Zu den klinischen Symptomen in Zusammenhang mit Lebererkrankungen zählen unter anderem Depression, Anorexie, Schwäche, Gewichtsverlust, Durchfall, Fieber, Gelbsucht, Polyurie/Polydipsie.
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Zu den klinischen Symptomen in Zusammenhang mit hepatischer Enzephalopathie zählen unter anderem Apathie, Orientierungslosigkeit, Persönlichkeitsstörung oder Verhaltensänderungen sowie Krämpfe.
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Verabreichte Medikamente oder Futterzusätze
Klinische Untersuchung
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Lebervergrößerung, vergrößerte Lymphknoten, Hämatome, Fieber, Gelbsucht und Ikterus können vorhanden sein.
Chemische Blutuntersuchung
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Leberenzyme —ALT, AST, ALKP, LDH und GGT - werden für den Nachweis hepatobiliärer Störungen eingesetzt. Serumenzyme sind bezüglich Natur und Schweregrad der Störung nicht ausreichend spezifisch - sie sind keine Leberfunktionstests.
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Bilirubin—Gesamtbilirubin wird zur Klassifizierung von Ikterus als prähepatisch, hepatisch oder posthepatisch eingesetzt. Bilirubin weist eine geringere Sensitivität, jedoch höhere Spezifität als Leberenzyme bei der Erkennung hepatobiliärer Erkrankungen auf.
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Albumin—Albumin wird ausschließlich von der Leber produziert. Niedrige Werte aufgrund eines Synthesedefektes treten auf, wenn die hepatobiliäre Funktion zu 70% beeinträchtigt ist.
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Cholesterin—Niedrige Konzentrationen können bei kongenitalen oder erworbenen portosystemischen Shunts und akutem Leberversagen auftreten. Erhöhte Werte bei einem ikterischen Patienten weisen in der Regel auf einen Gallengangsverschluss hin, vor allem bei Katzen. Erhöhte Cholesterinwerte treten auch bei nichthepatischen Erkrankungen wie etwa Pankreatitis, Diabetes Mellitus, Hyperadrenokortizismus und Hypothyreose auf, was eine Interpretation bei gleichzeitigem Vorliegen erschwert.
Leberfunktionstests
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Gallensäuren—Die Gallensäurenkonzentration ist ein sensitiver und spezifischer Indikator für die Leberfunktion bei Hunden und Katzen. Aufgrund der großen Überschneidung der Krankheitsverläufe gibt der Grad der Erhöhung jedoch keinen Aufschluss über die Ursache der Krankheit.
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Ammoniak—Weist eine geringere Sensitivität für Lebererkrankungen auf. Im Falle einer gestörten Leberfunktion wird Ammoniak nicht in Harnstoff umgewandelt und der Ammoniakspiegel im Plasma steigt. Eine korrekte Handhabung der Proben und unmittelbares Testen sind ausschlaggebend für präzise Ergebnisse.
Radiografie und Ultraschall
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Können zur Bestimmung von Größe und Dichte der Leber eingesetzt werden.
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Überprüfen die unterstützenden Kreislaufstrukturen.
Leberbiopsie
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Dient zur histologischen Beurteilung des Lebergewebes.
Hämatologie
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Leichte, nicht regenerative Anämie
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Das weiße Blutbild kann normal, erhöht oder erniedrigt sein, je nach Ursache des hepatischen Insultes.
Die Symptome einer Lebererkrankung sind im Frühstadium wechselhaft und nicht sehr leicht erkennbar. Die klassischen Symptome sind Appetitlosigkeit oder Anorexie, Gewichtsverlust, Lethargie und Anämie.
Zu den weiteren Symptomen, die auftreten können, zählen:
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Polyurie/Polydipsie (übermäßiges Harnlassen und übermäßiges Wassertrinken)
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Heller Stuhl—wird die Ausscheidung von normaler Galle in den Darm verhindert, so fehlt dem Stuhl die Gallenpigmentation und seine Farbe ist heller.
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Gerinnungsstörungen—die Blutgerinnung kann beeinträchtigt sein, da deren Faktoren vor allem in der Leber synthetisiert werden.
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Aufgeblähter Bauch infolge von Aszites oder Lebervergrößerung – eventuell mühsames Atmen durch Schmerzen oder Druck auf das Zwerchfell.
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Erbrechen, Übelkeit und/oder Durchfall – eventuell Blut im Vomitus, vor allem bei Vorhandensein eines Magengeschwürs.
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Orangefarbener Urin oder Schleimhäute aufgrund von Ikterus
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Verhaltensänderungen, wie etwa Kreisen, Kopfneigen, Kopfpressen und Krämpfe, vor allem unmittelbar nach einer Mahlzeit.
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